Schülerinnen & Schüler zu Besuch im Dom und im Glauben

Der Dom im Religionsunterricht

Prälat Werner Rössel, Dompropst
Dompropst Prälat Werner Rössel

Viele Kinder und Jugendliche sind nicht mehr vertraut mit einem Kirchenraum; sie brauchen Anleitung, um den Raum und seine Botschaften zu begreifen. Gerade der Trierer Dom, die älteste Bischofskirche Deutschlands, bietet sehr viele Zugangsmöglichkeiten, jüngere Menschen an die christliche Botschaft heranzuführen und diese im Religionsunterricht in den Blick zu nehmen.

So hat eine Projektgruppe aus erfahrenen Lehrkräften Materialien erarbeitet, mit denen Sie als Lehrkräfte Unterrichtseinheiten zum Trierer Dom fachlich fundiert vorbereiten können; Sie können diese Materialien auch zur Begleitung der Schulklasse bei einem Dombesuch einsetzen. Die Materialien sind bestimmt für Kinder in der Grundschule, aber auch für Schülerinnen und Schüler in den Sekundarstufen I und II.

Entstanden sind die Sammlungen in Kooperation von Lehrerinnen und Lehrern mit dem Bischöflichen Generalvikariat, dem Arbeitsbereich Religionsunterricht und Schulpastoral, dem Arbeitsbereich Medienkompetenz und der Dom-Information. Ich danke allen Mitwirkenden der Projektgruppe, die von der Idee bis hin zur Veröffentlichung auf der Homepage beigetragen haben.

Ich hoffe, dass das Projekt von vielen Pädagoginnen und Pädagogen aufgegriffen wird und sich multipliziert. Sie und Ihre Schulklasse lade ich herzlich ein zum Besuch des Trierer Domes!

Prälat Werner Rössel
Dompropst

Gedankenanstöße für Pädagoginnen/Pädagogen,

die eine Rallye durch den Dom planen

Der Dom ist ein Kirchenraum, ein Ort des Gebets, der Stille und der Begegnung mit dem Heiligen. Generationen vor uns haben diesen Raum als einen besonderen Ort gestaltet, der sich in seiner Atmosphäre deutlich unterscheiden soll von der Hektik und dem Lärm öffentlicher Plätze und anderer Gebäude.

Oft sind so viele Besucher im Welterbe Trierer Dom gleichzeitig unterwegs - über 1,3 Millionen im Jahr - dass diese besondere Atmosphäre leider nicht mehr spürbar wird.

Stadtrallyes mit Kindern führen meistens dazu, dass Kinder unbeaufsichtigt in Kleingruppen den Dom erkunden, sich darüber austauschen und sie folgen ihren natürlichen Impulsen: Sie rennen, geben ihrer Freude über Entdecktes laut Ausdruck und tragen so insgesamt zur Erhöhung des Lärmpegels bei - nicht immer zur Freude anderer Dombesucher.

Wir Verantwortlichen für den Dom fördern daher keine Rallyes im Innenbereich des Domes. Deshalb unsere Bitte an alle Pädagoginnen und Pädagogen: Wenn möglich verzichten Sie bitte auf eine Rallye im Innenbereich des Domes! Im Außenbereich gibt es auch Spannendes zum Dom zu entdecken. Und für die Erkundung des Innenraums empfehlen wir Ihnen eine kurzweilige altersgerechte Kinder-Domführung mit einer qualifizierten Kirchenpädagogin oder eine angeleitete Erkundung und Begleitung durch Sie. Materialien dazu finden Sie unter "Der Dom im Religionsunterricht".